Wanderritt Wolfsland

4-Tage-Wanderritt über Pfingsten vom 14.05. bis 17.05.2027

730,00 EUR
1 x Nachmittagsritt, 3 x Tagesritte Vollpension Ausblicke

4-Tage-Wanderritt "Wolfsland"

Lagerfeuerabend mit Guitar-Player Frankie Saladino, Sundowner am Kasselblick

Wolfsland Waldkappel

Im Jahre 2023 wurden in Hessen 227 Wolfsrisse nachgewiesen.

Die meisten Zeugnisse fallen auf Waldkappel.

Allein die Wölfin “Gloria” hat mehr als 160 Schafe und Ponys gerissen. Trotzdem darf “Gloria” nicht abgeschossen werden.

Die Schulen und Kindergärten von Waldkappel machen keine Wanderungen mehr. Spaziergänger berichten immer wieder von Wolfssichtungen.

August 2025: Neues Wolfsrudel in Waldkappel.

– Kann das Gebiet nur noch von echten Helden bewandert und beritten werden? –

Leistungen

Bei unseren Wanderritten muss man sicher Schritt, Trab und Galopp reiten können. Die Gewichtsgrenze liegt bei max. 90 kg.

1 Ausritt, 3 Tagesritte, Rittführung, Übernachtung auf Hof Hirschberg, Vollpension mit Sektfrühstück und 3-Gang-Dinner bei Kerzenschein, Personentransfer, Pferdetransporte, Sun-Downer, Cowboy-Frühstück im Paradieschen, Sauna, Solarium und Dampfbad  inklusive. Sonstige Getränke exklusive.

Mitgebrachte Kinder und Jugendliche zahlen 75% vom Preis.

Aufpreis für kleine Einzelzimmer: pro Nacht € 30,-

Programmablauf

1. Tag, Freitag

Anreise 15 Uhr auf Hof Hirschberg. Kurzes Kennenlernen und Einführung bei Kaffee und Kuchen, Pferdeeinteilung und kurzer Proberitt am Hirschberg.

20 Uhr 3-Gang-Dinner bei Kerzenschein. Danach gemütliche Runde am Kamin des Rittersaales.

2. Tag, Pfingstsamstag

Nach einem guten Frühstück startet unser heutiger Ritt durch herrliche Waldlandschaften. Wir streifen die alte Bergmannssiedlung Wickenrode (Märchen Sterntalerkind) und erreichen den Wehrkirchturm aus dem 13. Jahrhundert, dem Wahrzeichen des schönen Fachwerkstädtchens Helsa.

Vorbei geht unser Ritt am Rumpelstilzchen-Brunnen (das vermeintlich lustige Märchen vom Rumpelstilzchen hat eine sehr ernste Vorgeschichte).

Über einsame Wege durch den stillen Stiftswald erreichen wir zum Mittagspicknick die Bergkuppe des Michelskopfes (485 m) mit den herrlichen Michelskopfseen, zwei direkt benachbarte Seen, die in ehemaligen, jahrhundertealten Basaltsteinbrüchen entstanden sind.

Bei gutem Wetter und wenn es nicht zu voll ist, nehmen wir hier unser Mittagspicknick aus der Satteltasche ein: die berühmte nordhessische Ahle Wurscht, leckeren Käse vom Bio-Bauern und roten Wein. Bei Regengefahr reiten wir 2 km weiter zu einer Schutzhütte.

Weiter geht unser Ritt hinunter durch Eschenstruth und durchs Frau-Holle-Land zu unserer Koppel bei Hessisch Lichtenau. Hier bleiben unsere Pferde und wir werden zum Reiterhof Hirschberg gefahren.

Abends grillen wir beim Barbecue ein paar leckere Sachsen unseren eigenen Rindern und Schweinen.

Anschließend gemeinser Ausklang beim Gitarreabend mit Frankie Saladino am Lagerfeuer oder Kamin des Rittersaales oder varialbes Abendprogramm.

Rumpelstilzchen-Brunnen

“Heute back ich, morgen brau ich und übermorgen hole ich der Königin ihr Kind. Ach, wie gut dass niemand weiß, dass ich ….” Das Rumpelstilzchen der Brüder-Grimm vom Märchenbrunnen ist zu einer Art Symbolfigur für die Gemeinde Helsa geworden, durch die unser Wanderritt führt.

3. Tag, Pfingstsonntag

Nach einem ausgiebigen Frühstück werden wir zu unseren Pferden gefahren. Auf der Koppel füttern wir die Pferde, putzen sie ordentlich und dann wird gesattelt und aufgetrenst. Und schon geht´s vorbei am Glimmeröder See (hier wurde ein 2,20 Meter großer Wels gefangen, nachdem er den Dackel einer Oma von der Leine beim Wasser trinken abgebissen hat), vorbei am Liebesturm der Ruine Reichenbach (heute keine Zeit zur Besichtigung), dann Hexenhügel (lasst euch von Robert die Geschichte erzählen), Franzosenstraße, “Große Steine”, weiter auf dem herrlichen “Wanderweg der Deutschen Einheit”.

Bevor wir zur Wolfshauptstadt Waldkappel kommen, machen wir bei gutem Wetter im Gras mit Blick über die herrliche Landschaft, mitten im “Wolfsland”, Picknick aus der Satteltasche.

Bei schlechtem Wetter suchen wir eine Schutzhütte auf. Wenn uns nicht die Wölfe gefressen haben, gehts jetzt weiter auf einsamen Pfaden zum schönen Städtchen Waldkappel, das wir durchqueren: Alte Stadtkirche, Flusswehre, über große Brücke zum Himmelsberg. Wir reiten jetzt entlang des Rodebaches und des Wildparks.

Unser Tagesziel ist unsere Koppel “9 Eichen” mit dem Grabhügel-Wäldchen der alten Chatten-Fürsten. Hier bleiben unsere Pferde und wir werden im Kleinbus zum Reiterhof zurückgebracht.

Dort erwartet uns um 19 Uhr ein Candle-Light-Dinner.

Nach dem Candle-Light-Dinner unternehmen wir bei schönem Wetter eine 20-Minuten-Wanderung zum Sundowner am Kasselblick (wir spendieren ein paar leckere Getränke). Im Licht der Fackeln kehren wir zum Reiterhof zurück.

Kasseler Hütte auf dem Hohen Meißner

Eine Geschichte

Raues Klima als Folge der Höhenlage und nur wenige Flächen, die für die Landwirtschaft geeignet sind, machten das Gebiet wenig anziehend für eine Besiedlung, und so nimmt es nicht wunder, dass es selbst für Menschen, die in der Nachbarschaft lebten, ziemlich unbekannt war, wie einige Begebenheiten und Äußerungen aus der Vergangenheit zeigen: Als der Forstmeister und Jagdgehilfe von Landgraf Wilhelm, Gustav Liphardt, im Jahre 1668 bei einer Bärenjagd im Meißner mit einem Fuß so zwischen zwei Steine geriet, dass er stecken blieb und sich nicht selbst frei machen konnte, wurde er von der Bärin, die er verfolgte, angegriffen. Da erhielt er völlig unerwartet Hilfe von zwei Kasseler Wilddieben, die hinter demselben Tier her waren. Unerwartet war die Hilfe deshalb, weil Forstmeister Liphardt, der schon seit zwölf Jahren am Randes des Meißner wohnte und viele Jagdzüge in ihm unternommen hatte, gar nicht wusste, dass es auf dem Plateau des Hohen Meißners noch andere Menschen gab, und schon gar nicht Wilderer. Zu Ehren dieser Wilddiebe aus Kassel wurde später die Schutzhütte “Kasseler Hütte” genannt.

4. Tag, Pfingstmontag

Nach dem Frühstück werden wir mit den Kleinbussen wieder zu unseren Pferden bei “9 Eichen” gebracht.

Hat der alte Chatten-Fürst gut auf unsere Pferde aufgepasst?

“Die Sonne bricht durch die Baumkronen der verwilderten Buchenwälder …”

Wir befinden uns jetzt in einer der schönsten Landschaften Deutschlands, dem Gebiet um den “Hohen Meißner”. Wir galoppieren entlang der “Seesteine” in das Reich des Wanderfalken und erreichen “die Kalbe”, einen wunderschönen Bergsee. Von hier geht´s weiter bergauf zur “Kasseler Hütte”.

Wir reiten weiter auf dem LM, den Christian Schneehagenweg, vorbei an einem der schönsten Wacholder-Naturschutzgebiete der Welt zu einer einsam gelegenen Waldhütte. Imbiss aus der Satteltasche?

Dann verlassen wir den Pfad Richtung Fellgärberdorf Trubenhausen. Auf unserer Koppel “Hafersack” bleiben die Pferde zurück und genießen ein paar Tage Urlaub. Wir werden zurück zum Reiterhof gefahren.

Traurige Abreise in die Zivilisation gegen 17 Uhr.

Wir freuen uns auf Sie!

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