Tinker

Das Pferd der Zigeuner

Die irische Rasse erfreut sich seit den 1990er Jahren großer Beliebtheit als Freizeitpferd.

Ist vom Tinker die Rede, denkt man sofort an kräftige Schecken mit viel Fesselbehang, dicker Mähne und dem typischen Ziegenbärtchen an der Unterlippe.
Tinker gibt es in unterschiedlichsten Ausprägungen. Es gibt Merkmale vom Warmblut, Kaltblut und auch vom Pony. Sie variieren nicht nur in ihrem äußeren Erscheinungsbild, sondern auch in ihrem Stockmaß von 135 bis 160 cm. 

Ursprünglich waren Tinker Zug- und Arbeitspferde der fahrenden Traveller, einer irischen Bevölkerungsgruppe ohne festen Wohnsitz, die abwertend als Tinker (Kesselflicker, Zigeuner) bezeichnet wurde. Über die Zuchtgeschichte ist daher ebenso wenig bekannt wie über ihren Rasseursprung, zumal erst in den 1990er Jahren feste Rassestandards eingeführt wurden. Diese Pferde werden auch  oder in den USA Gypsy Vanner genannt und zählen laut Definition des irischen Zuchtverbands zur Rasse Irish Cob. In Irland wurde 1998 erstmals ein Zuchtverband, die Irish Cob Society Ireland Ltd., gegründet. In Deutschland waren Tinker Pferde zunächst ein Rassetyp, der in verschiedenen Zuchtbüchern geführt wurde, aber keine eigenständige Rasse. Erst im Jahr 2005 erfolgte die Einführung eines Zuchtbuchs und eines Rassestandards.